Beamer Klasse: Folien, Overlays, Handout
Die Beamer Klasse ermöglicht es mit LaTeX Präsentationen zu erstellen. Besonders für mathematische Vorträge mit vielen Formeln und weniger Bildern, ist dies deutlich komfortabler als klassische Präsentationssoftware.
1. Start mit Beamer¶
\documentclass{beamer}
\usepackage[ngerman]{babel}
\title{Einführung in LaTeX}
\author{Max Mustermann}
\date{\today}beamer ist die Präsentationsklasse. \title, \author und \date setzen Metadaten, die später z. B. auf der Titelfolie verwendet werden.
2. Grundstruktur einer Präsentation¶
\begin{document}
\begin{frame}
\titlepage
\end{frame}
\begin{frame}{Agenda}
\tableofcontents
\end{frame}
\section{Motivation}
\begin{frame}{Problem}
Inhalt
\end{frame}
\end{document}Jede frame-Umgebung entspricht einer Folie. \section{...} strukturiert die Präsentation und kann in Agenda-/Navigationsansichten erscheinen.
3. Block-Umgebungen¶
\begin{block}{Kernaussage}
Text
\end{block}
\begin{exampleblock}{Beispiel}
Text
\end{exampleblock}
\begin{alertblock}{Achtung}
Text
\end{alertblock}Die Blocktypen unterscheiden sich nur in der visuellen Hervorhebung: neutral (block), beispielhaft (exampleblock) und warnend (alertblock).
4. Overlays¶
Elementweise Einblendung:
\begin{itemize}
\item<1-> Erster Punkt
\item<2-> Zweiter Punkt
\item<3-> Dritter Punkt
\end{itemize}<1->, <2->, ... sind Overlay-Spezifikationen: Der Punkt erscheint ab der angegebenen Folie innerhalb desselben Frames.
Mit \pause:
Erster Teil\pause
Zweiter Teil\pause
Dritter Teil\pause teilt den Frame in aufeinanderfolgende Einblendeschritte, ohne die Umgebung zu wechseln.
5. Lesbarkeit von Folien¶
große Schrift,
wenig Text pro Folie,
klare visuelle Hierarchie,
pro Folie eine Kernbotschaft.
6. Handout-Modus¶
\documentclass[handout]{beamer}Die Option handout deaktiviert Overlays, sodass jede Folie nur einmal in der Druckfassung erscheint.
Damit entfallen Animationseffekte in einer druckfreundlichen Version.
7. Kompilierung¶
pdflatex vortrag.tex
pdflatex vortrag.texBei Inhaltsverzeichnis/Referenzen sind mehrere Kompilierdurchgänge normal.